Was ist Capoeira?

Die Capoeira wurde von den afrikanischen Sklaven nach Brasilien gebracht, die diese Kampftechnik zu ihrer Verteidigung und Befreiung entwickelten. Die so entstandene afro-brasilianische Kulturform Capoeira verbindet Rhythmus und traditionelle Gesänge mit den spielerischen Bewegungen aus Kampf, Tanz und Akrobatik zu einer explosiven Mischung.
Mittlerweile ist die Capoeira weit verbreitet und man findet Gruppen und Schulen der Capoeira überall in Brasilien und auf der ganzen Welt.

Das Training
Das Capoeiratraining beginnt nach dem Aufwärmen zunächst mit vielen Dehnübungen, um den Körper beweglicher zu machen. Im Anschluss folgt die „Ginga“, die der Grundschritt in der Capoeira ist. Aus der Ginga heraus entstehen vielfältige Kombinationen von Bewegungsfolgen, die sowohl tänzerische, akrobatische, als auch kämpferische Anteile haben. Im gemeinsamen „Spiel“ mit einem Partner schult der „Capoeirista“ (Capoeiraspieler) seine Körperkoordination und sein Reaktionsvermögen.

Die Roda
In der „Roda“ (Kreis) wird das Spiel der Capoeira von verschiedenen Instrumenten begleitet. Das wichtigste Instrument ist das Berimbau, ein geschwungener Holzbogen mit einer Saite. Es wird von einer Trommel (Atabaque) und einem Tamburin (Pandeiro) begleitet. Dazu werden traditionelle Capoeiralieder gesungen. Immer zwei Capoeiristas treten in den Kreis (die „Roda“) ein, um gemeinsam Capoeira zu spielen. Hier kann nun all das erprobt werden, was zuvor im Unterricht erlernt wurde.

Capoeira für Kinder
Das Training für Kinder ab sechs Jahren findet sehr spielerisch statt. Es fördert die Körperkoordination, Bewegungsgeschicklichkeit, Musikalität und das Rhythmusgefühl, zudem wird ein Stück der brasilianischen Kultur vermittelt. Die Kinder lernen brasilianische Lieder und das Instrumentenspiel.